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Was hat das mit mir zu tun? Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

39. Samstagsgespräch in Köln

Die Veranstaltung hat versucht einen Bogen zwischen unseren persönlichen Geschichten, der Entwicklung des PAKH und den aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen, die uns alle beunruhigen, zu schlagen.
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PAKH – Wohin gehst du?

Björn Krondorfer

Nach mehr als 21 Jahren befindet sich PAKH in einer Phase der Suche nach neuen Aufgaben und Zielen, die insbes. Auch die jüngere Mitglieder ansprechen sollen, orientiert an der gegenwärtigen politisch-gesellschaftlichen Situation. Das transgenerationelle Erbe ist sicherlich nicht erledigt, aber es hat seine Funktion geändert. → mehr

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Nationalsozialistische Täterschaft. Nachkommen stellen sich ihrer Familiengeschichte.

Lesung mit Oliver von Wrochem und Alexandra Senfft.

Moderation: Peter Pogany-Wnendt

Die Täter des Nationalsozialismus und ihre Helfer haben den Nachkommen ein schwieriges seelisches Erbe hinterlassen. Die Veranstaltung wollte auf dieses unbewusst hinterlassene Erbe Aufmerksam machen und Wege der eigenen Auseinandersetzung aufzeigen.

Oliver von Wrochem, stellvertretender Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, las aus dem von ihm herausgegebenen Sammelband „Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie.“ (2016) Alexandra Senfft, Islamwissenschaftlerin und Nahostexpertin, las aus ihrem Buch „Der lange Schatten der Täter. Nachkommen stellen sich ihren NS-Familiengeschichte.“ (2016) Ihr Großvater, Hanns Ludin, war Hitlers Gesandte in der Slowakei.

 

 

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Wir über uns

38. Samstagsgespräch in Köln

PAKH – Entstehungsgeschichte und Ausblick in die Zukunft
Im vergangenen Jahr ist PAKH 20 Jahre alt geworden. Das ist eine lange Zeit, auf die wir mit Stolz  zurückblicken können. Im Jahr 1995 gründete sich der PAKH, als in den meisten Familien noch überwiegend  Schweigen über Krieg und Holocaust herrschte. Die Gründungsmitglieder, größtenteils Kinder der  Täter/Mittäter/Mitläufer und der Überlebenden (2. Generation) wollten dieses Schweigen brechen. Sie trugen  die transgenerationell unbewusst vermittelten Schuld- und Schamgefühle ihrer Täter-Eltern sowie den Schmerz,  die Ressentiments und den Hass ihrer Überlebenden-Eltern in sich. Dieses Erbe zu reflektieren und miteinander  in einen Dialog zu kommen, waren die vordringlichen Ziele jener Gründungszeit. → mehr

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Intersubjektivismus, eine gute Idee ihn zu praktizieren, aber wie funktioniert er in der Theorie?

Ein Nachdenken über „das Dritte“, die Anerkennung und über Verwicklungen

Wissenschaftlicher Gastvortrag im IPR (Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie im Rheinland e.V.)

Jessica Benjamin/New York

In Ihrem  Vortrag zeichnete Jessica Benjamin auf metapsychologischer Ebene den Weg von der Säuglingsbeobachtung bis zur intersubjektiven Psychoanalyse auf. Dabei geht es ihr weniger um die Säuglingszeit selbst, als vielmehr um die Untersuchung der Mutter – Kind – Beziehung im intersubjektiven Kontext. Begriffe wie Anerkennung, Gegenseitigkeit, Reziprozität  bilden Schlüsselkategorien zur Beschreibung der affektiven Einstimmung zwischen Zweien als frühester Form des Dritten. → mehr

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Reflections on Living in the Desert

The Path to Mutual Acceptance with the Bedouin Neighbors

Tal Litvak-Hirsch und Rodney Hirsch (Israel)

Tal Litvak-Hirsch und Rodney Hirsch aus Israel berichteten über einen ungewöhnlichen Dialog-Prozess, der mit einer Auseinandersetzung mit den in der Negev -Wüste lebenden Beduinen begann. Der Wunsch der beiden jüdischen Israelis, im Negev mitten unter arabischen Israelis ansässig zu werden, entwickelte sich zu einem intensiven Annäherungsprozess: von Fremdheit und Feindschaft, schwierigen Begegnungen und hasserfüllten Reaktionen hin zu Empathie und gegenseitiger Anerkennung. → mehr

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Internal Racism, Antisemitism and Islamophobia

A Psychoanalytic Approach

M. Fakhry Davids, London

Vortrag im IPD – Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf

Eine Veranstaltung Düsseldorfer Arbeitsgruppe der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) in Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie im Rheinland e.V. sowie dem Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehemals PAKH e.V.(Köln -Düsseldorf)

Fakhry Davids geht davon aus, dass Rassismus nicht allein durch psychische Kräfte entsteht, sondern immer auch gesellschaftlich bedingt ist. In seinem Konzept des „Internal Racism“ versteht er psychische Prozesse im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext. Psychoanalytisch bezieht er sich auf objektbeziehungstheoretische Ansätze in der Psychoanalyse und auf eine zeitgenössische Sicht von Abwehrorganisationen. Anhand von klinischem Fallmaterial begründet er die Annahme einer inneren rassistischen Abwehrorganisation, die nach innen hin der Angstabwehr diene. Sie nutze aber gleichzeitig in der äußeren Welt existierende soziale Stereotype, um sich den Anschein von Normalität zu geben. Davids nennt dies eine „normale pathologische Organisation“. Vor diesem Hintergrund beschäftigt er sich mit aktuellen Formen von Antisemitismus und Islamophobie. (Vortrag in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln)

Am Samstag, 30. Mai, fand  ein Kasuistisch-technisches Seminar statt.
Anhand  von  Gedächtnisprotokollen  wurden  zwei  Ausschnitte  aus  laufenden  hochfrequenten Psychoanalysen vorstellt und von Fakhry Davids supervidiert.

Zum Referenten:
M Fakhry Davids, London (MSc Clin. Psych., F Inst Psychoanal, IPA, PCCA) ist Psychoanalytiker in privater Praxis in London. Er qualifizierte sich zum Klinischen Psychologen in seinem Geburtsland Südafrika, bevor er nach London zog, um dort eine Ausbildung an der Tavistock Clinic und am Britischen Institut für Psychoanalyse zu machen. Er ist Gastdozent an der Tavistock Clinic und war zuvor Dozent für Psychologie an der Universität von Kapstadt, Psychotherapeut am Nafsiyat Intercultural Therapy Centre, London, und Honorarberater an der London Clinic of Psychoanalysis. Sein Buch, „Internal Racism: A Psychoanalytic Approach to Race and Difference“ wurde 2011 bei Palgrave Macmillan publiziert. Er ist Mitglied der Tavistock Society of Psychotherapists, der British Psychoanalytical Society und der IPA, sowie ein Gründungsmitglied der Partners for Confronting Collective Atrocities (PCCA e.V).

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Psychoanalytic Reflections on Being a White South African Man and a Child of German-Jewish Refugees

The Internalisation of Ambivalence

Vortrag im IPD – Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf

Tony Hamburger
Psychoanalytischer Psychotherapeut und Klinischer Direktor von Ububele

Tony Hamburger wurde in Südafrika geboren. Seine jüdischen Eltern flüchteten vor den Nazis aus Deutschland vor Beginn des Zweiten Weltkriegs. Während sie selbst im Dritten Reich der Gruppe der Verfolgten angehörten, mussten sie und auch Tony Hamburger selbst sich später als Weiße in Südafrika der Gruppe der Privilegierten zurechnen.

In seinem Vortrag berichtete der Referent über seine Erfahrungen als Kind von Verfolgten, aufgewachsen als Weißer während der Apartheid, und über seinen Prozess des „Durcharbeitens“ dieser Problematik als psychoanalytischer Psychotherapeut…

 

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Ruanda – 20 Jahre nach dem Genozid

Die Destabilisierung einer Region, und was Deutschland damit zu tun hat

Univ.-Prof. Nando Belardi

Vortrag im EL-DE-Haus (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln)

Vor 20 Jahren, am 6. April 1994, begann der Genozid an den Tutsi in Ruanda. Innerhalb von etwa 100 Tagen wurden knapp eine Million Menschen ermordet. Heute wissen wir, dass  keine Stammeskonflikte zu dem Völkermord führten,  sondern dass die bis 1959 privilegierte Volksgruppe der Tutsi von einer militanten Gruppe innerhalb der ruandischen Bevölkerungs-mehrheit der Hutu planmäßig umgebracht werden sollte. → mehr

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Balagan

Ein Dokumentarfilm von Andres Veiel

Filmvorführung im EL-DE-Haus (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln)

Der Film porträtiert drei Schauspieler des israelischen Theaterzentrums Akko. Er dokumentiert ihre Inszenierung über die NS-Verfolgung und deren Folgen und zeigt zugleich den Zwiespalt, in dem sich die jungen jüdischen Schauspieler heute noch befinden.

Näheres zum Inhalt des Films ist im Artikel von Anne Frederiksen (Die Zeit) nachzulesen.

 

 

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Schrecken ohne Ende?

Die psychischen Folgen von Nazi-Terror und Folter und ihr Fortwirken in den nachfolgenden Generationen

Prof. Dr. Klaus Ottomeyer

Klaus Ottomeyer hat sich wissenschaftlich und als engagierter Psychotherapeut  mit den Folgen extremer politischer Gewalt befasst. In Klagenfurt/ Kärnten  – seiner Arbeitsstätte –  war bis zum Regierungswechsel im März 2013 die Arbeit mit den lange missachteten Opfern des Nationalsozialismus und ihren Familien, mit der slowenischen Minderheit sowie mit den traumatisierten Flüchtlingen aus Kriegsgebieten eine besondere Herausforderung. Sein zentrales Anliegen dabei ist die nicht auflösbare Dialektik von Widerstand und Anpassung, von individueller und kollektiver Spannung, die von allen, die sich mit dem Thema befassen, reflektiert und in die Arbeit mit einbezogen werden muss. → mehr

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Die Auswirkungen des Holocaust auf die 2. Generation der Sinti und Roma

Gemeinsame Veranstaltung des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und PAKH in Heidelberg

Am Vormittag führte Silvio Peritore, der Leiter des Kultur- und Dokumentationszentrums durch die ständige Ausstellung des Hauses zum Thema „Der Genozid an den Sinti und Roma“ mit anschließender Diskussion.

Zum Einstieg in die dann folgende Veranstaltung wurde die Arbeit des Zentralrats der deutschen Sinti und Roma durch Herrn Peritore vorgestellt. Michael Teupen gab eine kurze Übersicht über die Arbeit des Bundesverbands „Information und Beratung für NS-Verfolgte“ in Köln und Peter Pogany-Wnendt über die Arbeit von PAKH. → mehr

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Kulturelles Erinnern szenisch gestalten?

Eine Einführung in die Living Sculpture-Arbeit

Prof. Dr. Björn Krondorfer

Individuen sind unweigerlich in einer Familie, in der jeweiligen Kultur, Nation, religiösen Gemeinschaft und anderen Gruppen, in die sie hineingeboren werden, eingebettet. Daher sind sie immer mit der Geschichte der jeweiligen Gruppen eng verflochten. Geschichte ist das persönliche und kollektive Erbe, das uns von unseren Vorfahren mitgegeben wird. Das ist für Mitglieder inzwischen eine selbstverständliche Erfahrung, die aus der Arbeit im PAKH hervorgegangen ist. → mehr

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Über die Unvermeidbarkeit des Vergessens in der Erinnerungsarbeit

Öffentlicher Vortrag im Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V

Prof. Dr. Björn Krondorfer

Seit Sigmund Freud gilt in der Psychoanalyse das Erinnern als Voraussetzung für das Durcharbeiten neurotischer Störungen und traumatischer Erfahrungen. Freud schrieb in seinem berühmten Trias Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten (1914) dem Erinnern eine heilsame Wirkung zu. Seitdem wird Erinnern mit dem Vorgang der „Bewusstwerdung“ gleichgesetzt. Die psychoanalytische Technik soll das Erinnern ermöglichen. Gleichzeitig stehen dem Erinnern „Widerstände“ entgegen, die mit der Unverträglichkeit der verdrängten Inhalte für die Psyche zu tun haben. → mehr

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Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma

Rezeption und Auswirkungen bis heute

Dr. Silvio Peritore, Politikwissenschaftler

Öffentlicher Vortrag NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus

Bis heute gehört der Holocaust an Sinti und Roma zu den am wenigsten bekannten Verbrechen des NS-Regimes. Dem nationalsozialistischen Völkermord sind etwa eine halbe Million Sinti und Roma zum Opfer gefallen. Sie waren Opfer von Vergasungsaktionen, vor allem in Auschwitz, von Massenerschießungen sowie von Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten und sogenannten Todesmärschen. → mehr

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Jüdische Schicksale in Bünde

Gruppe „Netzwerk am Gymnasium am Markt“ zu Gast bei PAKH

Die Arbeitsgruppe aus Bünde „Gruppe Netzwerk am Gymnasium am Markt“ war eingeladen, um über ihr inzwischen 12jähriges Projekt zu erzählen, die Lebensgeschichten der während des Nationalsozialismus aus Bünde verschwundenen Juden zu recherchieren und daraus weitere Projekte zu entwickeln. Es war ein Gegenbesuch der Einladung vom 19. Februar 2011 an PAKH-Mitglieder zum Thema „Kriegskinder-Kriegsenkel“, bei der Senioren aus Bünde in kleinen Gruppen von den Schülern zu ihren Schicksalen befragt wurden. → mehr

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Fremder Feind , so nah

Als Deutsche im Spannungsfeld des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern

Alexandra Senfft

Alexandra Senfft, Islamwissenschaftlerin, Autorin und Publizistin, setzt sich engagiert für die Friedens- und Dialog-Arbeit zwischen Israelis und Palästinensern ein. Angeregt durch ein dreijähriges internationales Trainingsseminar „Storytelling in Conflict“ mit dem israelischen Psychologen Dan Bar-On, geht sie der schwierigen Dialogarbeit zwischen den „Feinden“ Israel und Palästina nach. → mehr

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Compliance versus Obedience: What Kind of People Do We Want our Children to Become

Henri Parens, M.D.
Psychiatrist, Psychoanalyst – Holocaust Survivor

Vortrag im Lew-Kopelew-Forum Köln
in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V.

Henri Parens wurde 1928 in Lodz geboren. Im Jahr 1940 ist er zusammen mit seiner Mutter vor den Nationalsozialisten von Belgien nach Frankreich geflohen. Dort wurden sie gemeinsam im Lager Rivesaltes interniert. Anfang Mai 1942 konnte er auf einem der letzten Kindertransporte in die USA fliehen, wo er von einer amerikanischen Familie aufgenommen wurde. Seine Mutter wurde im August 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Henri Parens wurde Kinderpsychiater und Psychoanalytiker. Sein Leben lang widmet er sich der Erforschung menschlicher Aggression und bösartiger Vorurteile → mehr

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Glauben – Gehorchen – Kämpfen: Kindheit in den Nazi-Eliteschulen „Napola“

Filmvorführung und Workshop mit Christian Schneider

in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V.

Der Dokumentarfilm (von Eduard Erne und Christian Schneider) schildert das Leben von Kindern, die in der „Napola“ erzogen wurden, den „nationalpolitischen Erziehungsanstalten“ der Nationalsozialisten, sowie die sichtbaren und  unbewussten Folgen für die zweite und dritte Generation. → mehr

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Die Nazizeit als negatives Eigentum

Vom angemessenen Umgang mit der Vergangenheit

Hannes Heer (Historiker)

Millionen Deutsche haben den Sieg der NSDAP 1933 ermöglicht und Abermillionen waren an den folgenden Verbrechen in abgestufter Verantwortlichkeit beteiligt. Die psycho-politischen Folgen dieser unausgesprochenen Kollektivschuld sind bis heute als generationell übergreifendes Schuldgefühl wirksam. Um sich daraus zu befreien, reicht die kognitive Konfrontation mit den geschichtlichen Fakten nicht aus: In einem Prozess der emotionalen Klärung ist es notwendig, die Nazizeit auch als Familiengeschichte zu akzeptieren. → mehr

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Kriegskinder – Kriegsenkel

Samstagsgespräch in Köln

Der Tag wurde eröffnet durch zwei kurze Einführungen und einige fotokopierte Informationen, die die Teilnehmer rational und emotional einstimmen sollten auf die Thematik.

Als Kriegskinder werden in der Forschung die Jahrgänge 1927-1947 angesehen, also auch die ersten Jahrgänge nach dem Krieg, die in ähnlicher Weise unter den Folgen des Krieges, der Bombardierung, der Flucht und den Verlusten gelitten haben. Kriegsenkel sind die Kinder dieser Kriegskinder. → mehr

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Beyond Reconciliation: Dealing with the Aftermath of Mass Trauma and Political Violence

Kongress in Kapstadt, Südafrika

Im. Dezember 2009 fand an der Universität Kapstadt, Südafrika, ein Kongress aus Anlass des „Internationalen Jahres der Versöhnung“ der Vereinten Nationen statt. Ziel dieser internationalen Tagung war es, die Menschen in den aktuellen und vormaligen Krisengebieten dieser Welt in den Fokus zu nehmen und Verständnismodelle zu entwickeln, unter welchen Voraussetzungen nach geschehenem und erlittenem maßlosen Unrecht und makro-traumatischem Erleben eine Wiederbelebung des Menschlichen und eine Versöhnung gelingen können. .Dies bezieht – in einem ganzheitlichen Ansatz – Opfer und Täter gleichermaßen mit ein. → mehr

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Empathie und Destruktivität

Veranstaltung zur Vortragsvorbereitung für den Kongress „Beyond Reconciliation“ vom  2. bis 6. Dezember 2009 in Kapstadt

Im Mittelpunkt der Diskussion unseres Samstagsgesprächs standen die beiden inzwischen fast fertig vorbereiteten Vorträge: zum einen über die Folgen des Holocaust in einer Überlebenden-Familie (über drei Generationen) und zum andern in einer Täterfamilie (zweite Generation). → mehr

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Trauma Transmission and Pathways Toward Healing for the Second Generation of Holocaust Families

Breaking Silences or Finding One’s Own Holocaust Story

Eva Metzger Brown, Ph.D., ABPP
AUTHOR AND CLINICAL PSYCHOLOGIST
Child Survivor Of The Holocaust

Dr. Brown absolvierte ihren PhD in klinischer Psychologie an der Columbia University. Sie arbeitete zunächst als Research Associate am Austen Riggs Center in Stockbridge, MA und ließ sich dann in privater Praxis in Amherst, MA nieder. In der 80ern gründete und leitete sie das Projekt „Intergenerational Healing in Holocaust Families“ an der University of MA. Sie war auch Mitglied des ersten Scheidungs-Mediations-Teams in MA. → mehr

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Wir über uns: Strukturtag

Ein persönliches Gespräch unter Vereinsmitgliedern über Motive und Ziele der Vereinsarbeit

Das Samstagsgespräch Wir über uns: Strukturtag diente der „Standortbestimmung“ für jedes Mitglied und für den Verein als Ganzes. Da die Strukturen des Vereins sich nach den Inhalten der Arbeit richten sollten, ging es bei der Diskussion um die kritische Überprüfung der Inhalte und der Ziele der Arbeit im PAKH. → mehr

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Unsere Stunde Null

Gottfried Wagner berichtet über seinen Post-Shoah-Dialog mit Abraham Peck

mit Auszügen und Videoeinblendungen aus der Oper „Lost Childhood“
Musik: Janice Hamer; Libretto: Mary Azrael
historischer und musikdramatischer Berater: Gottfried Wagner

Vortrag im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf
Einführung in den Vortrag von Ralph Giordano

Gottfried Wagner, Musikhistoriker und Regisseur stellte das Buch “Unsere Stunde Null. Deutsche und Juden nach 1945. Familiengeschichte, Holocaust und Neubeginn. Historische Memoiren” vor, das er gemeinsam mit Abraham Peck verfasst hat. Gottfried Wagner, geb. 1947 in Bayreuth, ein Urenkel Richard Wagners, stammt aus einer der berühmtesten und einflussreichsten  Familie Deutschlands, die tief in Hitlers Wirken und Wollen verstrickt war. Abraham Peck ist Sohn von Holocaust-Überlebenden. Er wurde im Lager für Displaced Persons in Landsberg geboren. Seine Familie wurde von den Nazis fast vollständig ausgelöscht. → mehr

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The Third Reich in the Unconscious

From Trauma to transgenerational Transmission

Prof. Vamik D. Volkan

Vortrag im Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf

Vamik D. Volkan, Professor Emeritus of Psychiatry, University of Virginia, ist für seine klinischen Untersuchungen und für die Entwicklung neuer psychoanalytischer Techniken bei Behandlungen von Borderline- und narzißtischen Störungen bekannt. Seit vielen Jahren widmet er  seine psychoanalytische Erfahrung und Kompetenz neben seiner klinischen Arbeit der Untersuchung ethnischer und internationaler Beziehungen und Konflikte. → mehr

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Der jüdische Kindertransport nach England (1938)

Erfahrungen von Entwurzelung und Akkulturation, Auswirkungen auf Identitätsentwicklung und transgenerationelle Weitergabe

Ruth Barnett

Zwischen November 1938 und August 1939 wurden rund 10.000 Kinder ohne ihre Eltern nach England gebracht, um sie vor dem fast sicheren Tod zu bewahren. Wie haben sie dieses Trauma verarbeitet? Was war der Preis für das Überleben? Und welche Konsequenzen hatte es für die Kinder und Enkel? → mehr

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Memory, Narrative & Forgiveness

Reflecting on ten years of South Africa’s Truth and Reconciliation Commission

Im November 2006 fand an der Universität von Kapstadt anlässlich der 10 Jahre zurückliegenden Gründung der Wahrheits- und Versöhnungskommission eine Konferenz statt mit dem Titel:
Memory, Narrative & Forgiveness. Reflecting on ten years of South Africa’s Truth and Reconciliation Commission

PAKH wurde eingeladen seine Arbeit vorzustellen. Der Beitrag lautete:
“A Reflection on the Dialogue Process between second Generation Descendants of Perpetrators and of Holocaust Survivors in Germany.“
Beata Hammerich, Johannes Pfäfflin, Peter Pogany-Wnendt, Erda Siebert, Bernd Sonntag
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Stolpersteine – Steine des Anstoßes

Reflektionen zur deutschen Geschichte

Günter Demnig und Uta Franke

Günter Demnig wurde 1947 in Berlin geboren. Er studierte ab 1967 Kunstpädagogik und Kunst in Berlin und Kassel und war zwischen 1980 und 1985 künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Kunst der Uni Kassel. 1985 eröffnete er in Köln ein Atelier, wo er seitdem lebt und arbeitet. Seine erste öffentliche Kunstaktion war 1971, als er aus Protest gegen den Vietnamkrieg in Berlin-Kreuzberg eine amerikanische Flagge, auf der er die Sterne durch Totenköpfe ersetzte, ins Fenster hängte. → mehr