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Bin ich ein(e) Demokrat(in)?

40. Samstaggespräch (nur für Mitglieder)

Prof. Dr. Wolfgang Benz

Totalitäre Herrschaften wie das NS-Regimes neigen dazu, die Komplexität der Welt zu vereinfachen und in Gegensätze aufzuspalten: Gut – Böse, Richtig – Falsch, Opfer – Täter, Wir – die Anderen. Das Fremde wird abgelehnt, sogar als Gefahr für das Eigene gesehen und bekämpft. Feinde werden imaginiert. Sie schaffen Identität über die Ausgrenzung des Andersartigen. → mehr „Bin ich ein(e) Demokrat(in)?“

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Demagogen, Populisten, Fremdenfeinde

Wie gefährdet ist die Demokratie durch die „Neue Rechte“?

Prof. Dr. Wolfgang Benz

Die Barbarei des NS-Regimes begann mit der Demagogie eines „Führers“, an dessen Verheißungen immer mehr Menschen glaubten. Sie begann auch mit Politikverdrossenheit und Verachtung von Demokratie und Toleranz. Das ist die deutsche historische Erfahrung, mündend in eine Erinnerungskultur, die von einer rabiaten Minderheit zunehmend abgelehnt wird. Die Frage lautet, ob wir aus der Geschichte gelernt haben, oder ob die abgedroschenen Phrasen des Nationalismus, der Ungleichheit der Menschen, des Rechts des Stärkeren, dass die alten Feindbilder mit neuen Adressaten wieder wirksam sind, dass sich dem alten Antisemitismus neuer Hass gegen Muslime zugesellt. Die Gefährdung der Demokratie ist evident, wenn man die Parolen der Populisten einst und jetzt vergleicht. → mehr „Demagogen, Populisten, Fremdenfeinde“

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PAKH – Wohin gehst du?

Björn Krondorfer

Nach mehr als 21 Jahren befindet sich PAKH in einer Phase der Suche nach neuen Aufgaben und Zielen, die insbes. Auch die jüngere Mitglieder ansprechen sollen, orientiert an der gegenwärtigen politisch-gesellschaftlichen Situation. Das transgenerationelle Erbe ist sicherlich nicht erledigt, aber es hat seine Funktion geändert. → mehr „PAKH – Wohin gehst du?“

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Nationalsozialistische Täterschaft. Nachkommen stellen sich ihrer Familiengeschichte.

Lesung mit Oliver von Wrochem und Alexandra Senfft.

Moderation: Peter Pogany-Wnendt

Die Täter des Nationalsozialismus und ihre Helfer haben den Nachkommen ein schwieriges seelisches Erbe hinterlassen. Die Veranstaltung wollte auf dieses unbewusst hinterlassene Erbe Aufmerksam machen und Wege der eigenen Auseinandersetzung aufzeigen.

Oliver von Wrochem, stellvertretender Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, las aus dem von ihm herausgegebenen Sammelband „Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie.“ (2016) Alexandra Senfft, Islamwissenschaftlerin und Nahostexpertin, las aus ihrem Buch „Der lange Schatten der Täter. Nachkommen stellen sich ihren NS-Familiengeschichte.“ (2016) Ihr Großvater, Hanns Ludin, war Hitlers Gesandte in der Slowakei.